Euroweb erklrt Klagercknahme

Dass ich mit der bekannten und allseits beliebten Firma Euroweb GmbH aus Dsseldorf fr einen Mandanten die Klingen vor dem LG Dsseldorf kreuzte, habe ich schon verschiedentlich berichtet (hier und hier).

Hintergrund: der Vertreter der Euroweb hatte meinen Mandanten den Abschluss eines Internet-System-Vertrages dadurch schmackhaft gemacht, dass er zum einen deutlich herausgestellt hatte, welche imensen Erstellungskosten fr den Mandanten als „Referenzkunden“ entfallen, wenn er den Vertrag unterschreibt, er msse dann nur noch „wie alle“ die Monatspauschale von 200,00 Euro zahlen, fr die die Webprsenz des Mandanten „tglich bei Google wieder an die erste Stelle gerckt wird“. Zum anderen sei die Marketingaktion nur bis 31.12.2008 befristet, extra fr meine Mandanten – die erst am 06.01.2009 fr den Vertreter Zeit hatten – sei die Marketingaktion verlngert worden.

Leider war gerade an diesem Tag fr meinen Mandanten wegen Bauarbeiten kein Internet im Unternehmen verfgbar, so dass er erst abends zu Hause die Angaben des Vertreters berprfen konnte – und erschrocken feststellte, dass die vom Vertreter angegebenen angeblich als „Referenzkunde“ gesparten Erstellungskosten berhaupt nicht mit denen bereinstimmten, die im Internet standen; eine angeblich von allen zu zahlende monatliche Servicepauschale tauchte dort berhaupt nicht auf. Sofort erklrte mein Mandant per Fax die Anfechtung und au??erordentliche Kndigung des Vertrages – dorch Euroweb reagierte nicht, sondern stellte die Monatspauschalen fr das erste Vertragsjahr in Rechnung.

Es folgte das wohl typische Vorgehen von Euroweb: Mahnbescheid, Klage im Urkundenverfahren – das aus formalen Grnden problemlos gewonnen wurde – und Zwangsvollstreckung aus diesem Vorbehaltsurteil. Im notwendigen Nachverfahren wurden zum Vertragsgesprch nun die Zeugen gehrt: die Ehefrau meines Mandanten und der Abschlussvertreter von Euroweb. Ursprnglich waren beide Zeugen zugleich geladen, der Abschlussvertreter lie?? sich jedoch kurzfristig entschuldigen, weil er an einer firmeninternen Schulung teilnehmen msse. Er wurde in einem spteren Termin vernommen – und sagte das Gegenteil der als Zeuge vernommenen Ehefrau.

Das erschien dem LG Dsseldorf dann doch zu seltsam und so beraumte es erneut Termin zur Zeugenvernehmung an und lud beide Zeugen erneut fr eine Gegenberstellung.

Im Ergebnis des heutigen Termins erklrte der Kammervorsitzende, nach seiner vorlufigen Auffassung tendiere er dazu, meinem Mandanten und nicht dem Abschlussvertreter zu glauben, da sich dieser in erhebliche Widersprche verwickelt habe.

Dann die ??berraschung: der Vertreter von Euroweb erklrte, auch er sehe die Aussage „seines“ Zeugen kritisch – und nehme die Klage zurck.

Ein berglcklicher Mandant, ein erfolgreicher Abschluss nach fast 3 Jahren umfangreicher und manchmal nervenaufreibender Arbeit und das gute Gefhl zum Wochenende, der Gerechtigkeit ein kleines Stck zum Durchbruch verholfen zu haben.

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