Der Schuldner war selbständig, bei ihm beschäftigt war mein Mandant. Was nicht kam, war das Gehalt. So geschehen im Jahre 2002. Im Januar 2003 dann das Urteil gegen den Schuldner auf Zahlung von rund 3.300 Euro zzgl. Zinsen und Kosten.
Mit diesem Stand landet die Sache 2011 bei mir. Schnell stellt sich heraus: der Schuldner ist bei einer österreichischen Personalvermittlungsagentur angestellt, hat kein eigenes Konto und erst recht kein pfändbares Vermögen.
Wer ein wenig im Internet recherchiert, bekommt aber heraus, dass der Mann eine gut gehende Community im Internet betreibt, scheinbar sein Hobby. Also werden die dazugehörigen Domains gepfändet.
Das ist nunmehr Anlass für den Schuldner, eine Ratenzahlung in Höhe von 25 Euro monatlich anzubieten. Mein Programm errechnet eine Laufzeit von 38 Jahren. Ob ich das noch erlebe?


In 38 Jahren hätte er 11TEuro abbezahlt… Summiert sich was zusammen mit Kosten und Zinsen…
Solange er aber zahlt ist wenigstens seine Adresse (oder Kontoverbindung) bekannt, und zudem besteht ja die Chance, dass er irgendwann doch pfändbares Einkommen besitzen wird.
Hat der Mandant zufälligerweise inzwischen eine eigene Firma oder entsprechende Kontakte, so dass er zur schnelleren Entschädigung Werbung auf der gutgehenden Netzseite schalten könnte?