Deutliche Worte zur Gttinger Gruppe

Aus dem Bericht des Insolvenzverwalters der Securenta Gttinger Immobilienanlagen und Vermgensmanagement AG, Gttingen (Gttinger Gruppe)vom 18.03.2008:

weshalb Berge unbearbeiteter Post vorgefunden wurden, die abgearbeitet werden mussten,

Zeitrume von weit ber einem Jahr nachzubuchen

Der Umfang der vorhandenen Akten – aneinandergereiht ergeben diese eine Strecke von 17 Kilometern -, die teilweise unsystematische Ablage der Akten an verschiedenen Standorten sowie die Verweigerungshaltung der heutigen Verantwortlichen der Gesellschaft, fhrten dazu, dass dem Berichterstatter erst durch Zusammenfhrung der Akten, Sichtung und Aufarbeitung derselben sowie weiterer Ma??nahmen, zu denen auch die „Reaktivierung“ vormaliger, an exponierter Stelle des schuldnerischen Unternehmens ttiger Mitarbeiter gehrte, sich ein aus vielen Mosaiksteinen zusammengefgtes Gesamtbild des schuldnerischen Unternehmens erschlo??, wobei allerdings bis heute noch an vielen Stellen dieses „Bildes“ Mosaiksteine fehlen, so dass zu bestimmten Sachverhalten bisher keine abschlie??enden Feststellungen getroffen werden konnten.

Allerdings htte schon die Wiedergabe aller festgestellten Sachverhalte Raum fr einen ein Buchformat ausmachenden Bericht gegeben.

Aufgrund der vorerwhnten Sachverhalte geht der Berichterstatter davon aus, dass beim schuldnerischen Unternehmen die Zahlungsunfhigkeit bereits Mitte 2005 eingetreten ist.

Die Tatsache, dass die Verantwortlichen der Gesellschaft dann in Berlin selbst einen Antrag auf Erffnung des Insolvenzverfahrens stellten, zeigt, dass sie um die Insolvenzreife ihres Unternehmens wussten, allerdings, wenn mglich, ohne viel Aufsehen das schuldnerische Unternehmen „auf dem Friedhof der Kuscheltiere“ in Berlin-Charlottenburg beerdigen lassen wollten.

Die whrend des nunmehrigen Insolvenzverfahrens bereits festgestellten Sachverhalte – obwohl dabei nur ein Bruchteil der Akten aufgearbeitet werden konnte – lassen jedoch bereits den Umfang des Mi??-Managements, der Diskrepanz zwischen „Schein“ und „Sein“ und der Irrationalitt der Verantwortlichen der Securenta Gttinger Immobilienanlagen und Vermgensmanagement AG erahnen.
Statt sich zu gegebener Zeit das Scheitern der Konzepte und damit das Scheitern des eigenen Handelns einzugestehen und daraus die Konsequenzen zu ziehen, wurden in der Endphase in inflationrer Weise zu den verschiedensten Fragen – auch im Bereich des Strafrechtes – Gutachten in Auftrag gegeben und damit die letzte Liquiditt verbraucht.

Insgesamt ist durch die Verantwortlichen des schuldnerischen Unternehmens ein Schaden verursacht worden, bei dem nicht nur Millionen, sondern Milliarden Anlegergelder „verbrannt“ wurden, wobei der Berichterstatter es insbesondere verwerflich findet, dass die dafr Verantwortlichen sich heute als Betroffene bzw. selbst Geschdigte darstellen und eine Verantwortung fr das von ihnen angerichtete Desaster weit von sich weisen.

Deutliche Worte, denen ich nichts hinzufgen mchte.

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