
Disziplinierung per Kostenrecht
Kläger benennt für einen streitigen Sachverhalt insgesamt 10 Zeugen, wohl um zu zeigen, wie wahr seine Sachverhaltsdarstellung ist. Normalerweise würde jetzt das Gericht einen oder zwei der benannten Zeugen laden, um sich eine sachgerechte Meinung bilden zu können.

Der analogen Welt verhaftet
… sind offensichtlich die Richter des BGH. Gemäß § 754a ZPO darf (ab 01.01.2022 muss) der Zwangsvollstreckungsauftrag an einen Gerichtsvollzieher aus einem Vollstreckungsbescheid auf elektronischem Weg über beA erteilt werden. Der Vollstreckungsbescheid muss dann nicht beigefügt werden, es

Die Kehrseite von eJustiz
Der elektronische Rechtsverkehr soll die Justiz effizienter und schneller machen. Ab dem 01.01.2022 gilt z.B. die sogenannte aktive Nutzungspflicht der Anwälte für beA – das heißt, Anwälte dürfen ab diesem Zeitpunkt nur noch auf elektronischem Wege Schreiben an

Die Polizei – der Hilfe-Verweigerer
In rund 5.000 Jahren menschlicher Zivilisationsentwicklung hat sich das Gewaltmonopol des Staates entwickelt: Die Idee des Gewaltmonopols will, dass die Angehörigen eines Gemeinwesens darauf verzichten, Gewalt (z. B. im Wege der Selbstjustiz) auszuüben. Die Angehörigen verzichten darauf, tatsächliche oder vermeintliche Rechte und

Dumm oder dreist?
… diese Frage stellt sich immer wieder, wenn ich die Vermögensauskunft und Drittauskünfte eines Schuldners vorliegen habe. Der konkrete Schuldner hat im September 2021 die Vermögensauskunft abgegeben. Darin gibt er eine einzige Kontoverbindung an, P-Konto, Kontostand 2 Euro.

Teurer Justitkredit
Und wieder einmal so ein uralt-Inkassofall: Mandantin verkauft an eine Ladenbesitzerin im September 2014 Kunstgewerbeartikel, die die Schuldnerin zwar weiterverkauft, aber nicht bezahlt. Rund 1.000 Euro bleiben offen. Heute, 2.573 Tage später, geht über die Gerichtsvollzieherin eine Vollzahlung
